Lilli Marleen

Lillis place for rants and musing about life, universe and the whole rest. Mostly left, mostly sarcastic, sometimes in german, sometimes in Lilli-english.

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As you might see soon, english is not my mothertongue. And since english speaking people are used to others stumble around in their language, I hope I don't make too much of an idiot of myself here. So - my deepest apologies adressed to the English Language for not worshipping her better.

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Freitag, Januar 27, 2006
 
DE LINGVA LATINA

Wenn ich hier mit Bildern bloggen würde, dann hätte ich jetzt stolz mein Spiegel Diplom zum Angeben auf Latein hochgeladen. Hab ich doch echt 15 von 15 möglichen Punkten erhalten. Aber nur, weil ich bei einer Frage richtig geraten habe - es war der Typ von Sportfreunde Stiller, der Latein studiert hat (die arme Wurst). Den Rest fand ich recht einfach.

Jetzt ist mein Latinum auch schon 20 Jahre her und ich dachte eigentlich, das ich da nix mehr zusammenkriege, aber selbst auf VICIPAEDIA LATINA verstehe ich zumindest den Grundzug der Texte.
Das schockiert mich. Sollte mein Hirn tatsächlich nach all den Jahren und in Alk und anderen Substanzen gemordeten Gehirnzellen immer noch in der Lage sein, sich an einmal gelernte Lateinvokabeln zu erinnern?? Cool! Ich dachte immer, die Hirnzellen, die abgestorben sind, wären genau die mit den Lateinvokabeln gewesen. Doch nicht. Welche waren es dann?? Hab ich vergessen.

Aber zur Grundsatzdiskussion im allseits geschätzten SpOn: Ich bin ein Fan des Latinums, habe Latein als erste Fremdsprache in der Schule gehört (gelernt will ich nicht sagen...) und ich finde es nicht nur für einige Studienfächer ganz wichtig.
Mir geht es weniger um die Vokabelkenntnisse oder die Fähigkeit, tatsächlich die Schönheit eines Cäsarischen Schachtelsatzes zu erkennen, sondern um die Denkweise, die einem dabei vermittelt wird. Ohne es genau betiteln zu können, bin ich der Meinung, dass einem Lateinunterricht eine Art vermittelt, Dinge zu betrachten, sie anzugehen und Probleme zu lösen. Und es ist definitiv eine andere Art, als die des Mathematikers (mit so einem bin ich verheiratet, der tickt echt einfach anders. Nicht schlechter, nur anders).

Was mich zu den Crashkursen kommen läßt.
Die Studis, die Latein erst an der Uni entdecken dürfen und müssen, tun mir in doppelter Hinsicht leid. Einmal, weil sie eben diese von mir postulierte Denkweise nicht haben und, so sie denn benötigt wird, erst anders erlernen müssen, zum anderen aber auch, weil es absolut bitter ist, in so kurzer Zeit so viel Latein ins Hirn zu trümmern. Sag da noch einer, wir lernen fürs Leben. Völliger Blödsinn, denn mit solchen Crash-Nummern lernen sie nur für den Schein. Ich denke, ein paar Wochen nach der Prüfung wissen die weniger, als ich jetzt nach 20 Jahren. Kann das der Sinn der Sache sein??

Nö - sicher nicht.

Als Konsequenz sollte man zügig das Latinum nur noch da zur Zwangsvoraussetzung machen, wo es wirklich nötig ist und das sind sicher nicht Englischlehrer oder so. Bei Biologen, Medizinern und vielen Geisteswissenschaftlern sieht das aber schon wieder ganz anders aus, allerdings kann es da nicht mit dem bloßen Schein getan sein, denn vor allem bei den Geisteswissenschaftlern kann es doch nicht darum gehen, Cicero übersetzen zu können, sonder ihn zu verstehen. Und das gelingt nach ein paar Wochen intensiv-Pauken sicher nicht. Ich verstehe das auch nicht ganz - wenn ich doch ein Fach studieren will, treffen mich irgendwelche Anforderungen doch nicht gänzlich unerwartet. Ist ja nicht wie Weihnachten, das jedes Jahr völlig überraschend am 24.12. stattfindet. Und wenn ich die Anforderungen eben nicht erfülle, dann muss ich vielleicht auch überlegen, ob denn der Studiengang auch was für mich ist.

Mir hilft mein Latein so jeden Tag und sei es nur, dass ich wenigstens die grobe Stoßrichtung von Fremdwörtern errate, die irgendwelche Profilneurotiker so täglich um sich werfen. Iss doch auch schon mal was, oder?