Lilli Marleen

Lillis place for rants and musing about life, universe and the whole rest. Mostly left, mostly sarcastic, sometimes in german, sometimes in Lilli-english.

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As you might see soon, english is not my mothertongue. And since english speaking people are used to others stumble around in their language, I hope I don't make too much of an idiot of myself here. So - my deepest apologies adressed to the English Language for not worshipping her better.

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Donnerstag, Februar 03, 2005
 
Alaaf (hick)

Nee, ganz so schlimm iss nich. Aber Weiberfastnacht in der Kölner City ist schon eine Art Grenzerlebnis, das ich auch nicht jedes Wochenende haben möchte.

Als ich um halb 12 in die Bahn gehopst bin, die netterweise von meinem Büro in die Innenstadt fährt, hab ich sogar noch einen Sitzplatz ergattert. Neben mir platzierte ein Altstädter Funke seine holde Gattin.
Jetzt stand der im Gang und vor ihm in der vollen Bahn ein Mädel, ich schätze mal fröhliche 17 oder 18, so normales "Fick-mich!" Kätzchen- oder Mäuschen Kostüm, enges weisses Höschen und Plateau-Schuhe. Jetzt sehen solche Schuhe aber bei sehr dünnen Mädeln so gar nicht schön aus, im Gegenteil, ich finde, mit so einer engen Hose verstärken sie nur noch den "Storch im Salat" Effekt.
Anyway, der Funke, sicher schon in den Sechzigern, steht also hinter diesem Mädchen und hört, wie ich und seine Frau, gebannt zu, als die den Mund öffnet und im bittersten Kölsch, so richtig bratzig und bräsig anfängt, mit ihrem Begleiter (Typ Durchschnittsproll) zu schimpfen.
Irgendwann mitten drin fing sie auf einmal an, darüber zu reden, das der "Alte Sack hinten ihr mit seinen Griffeln vom Arsch bleiben" soll.
Das warf einige Fragen auf, die ich dann mit der holden Gattin laut diskutierte:
1) Der "Alte Sack" hatte beide Hände am Haltegriff.
2) Sonst stand niemand hinter dem Mädel
3) Welchen Arsch?
Ich meine, das Kind war ein Hungerhaken und hatte nichts, was diesen Namen auch nur ansatzweise verdienen würde. Und ich red jetzt nicht über Frau Lopez als Maßstab.

Jedenfalls hat sie den Rest der Fahrt ihre Fresse gehalten; der Funke hat mir einen Karnevalsorden geschenkt und ich hatte das schöne Gefühl, heute wenigstens eine gute Tat getan zu haben.

Dann in der Altstadt auf dem Weg zum Rathaus ist ja Schaulaufen und Flanieren angesagt, sowohl von Polizei, als auch von Sanis und Ordnungsamt. Okay, ein paar Tausend Kostümierte rennen da auch noch rum, aber die stören nicht wirklich.
Im Rathaus hab ich dann bitter erfahren, was ein Koalitionsvertrag so ausmachen kann. Kaum ist die Kölner SPD wieder offiziell dabei, schon rennen da die Schnorrer und Schleimer die Türe ein. Ekelig.
In den letzten Jahren war es zwar immer deprimierend leer, aber irgendwas muss man doch zu meckern haben, oder?

So richtig Pickel hab ich dann bekommen, als Brings die "Superjeile Zick" gespielt wurde. Ich mag das Lied, vielleicht weil Herr Brings und ich in ähnlichen Kreisen zu gleichen Zeiten ähnliche Parties erlebt zu haben scheinen.
Wenn dann aber so ein Haufen 15 jähriger Kinder diesen Song voller Innbrunst schmettert, kann ich mich nicht mehr ernst halten. Echt nicht. Der Typ neben mir, hatte das gleiche Problem und so hatten wir bei Freibier und Suppe wenigstens was zum Lästern.

Coole Kostüme waren auch wieder dabei, am besten hat mir der plüschige Froschkönig mit passender Prinzessin gefallen, die waren echt süß.

Und - he made my day - auf meinem Heimweg, scheppernde Orden und blinkende Pins am Outfit, hält da doch glatt ein Taxi genau neben mir und entlädt seine Gäste. In einem unbedachten Moment bin ich dann einfach auf den Beifahrersitz gehopst und der Fahrer war so froh, das ich nicht besoffen war, er hat gar nicht über die kurze Tour gemeckert...