Lilli Marleen

Lillis place for rants and musing about life, universe and the whole rest. Mostly left, mostly sarcastic, sometimes in german, sometimes in Lilli-english.

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Donnerstag, Juli 01, 2004
 
Manchmal...
frage ich mich, welche Qualität man aufweisen muss, um politische Entscheidungen im Kölner Stadtanzeiger kommentieren zu dürfen.

Da ist also heute morgen ein Artikel drin, in dem es um die weiteren Rechte von eingetragenen, homosexuellen Lebenspartnerschaften geht. Wer mich kennt, weiss, dass ich dieses Thema schon recht engstirnig sehe und einfach der Meinung bin - Liebe ist Liebe, ob da einer mehr X oder Y hat, sollte eigentlich keinen Menschen was angehen.

Okay, da hat es also diese Bundesregierung hingekriegt, noch ein paar Sachen nachzubessern, ohne wieder an diesen konservativen Bremsklötzen im Bundesrat vorbei zu müssen - machen wir uns nichts vor: ohne SPD und Grüne würde es die Lebenspartnerschaft heute nicht geben, die CDU hätte eher Andrea Nahles einen Posten angeboten, als das zu machen. - und da meckern dann noch immer Menschen darüber, wie eben die Autorin dieses Kommentars, Frau Marianne.

Werte Frau Marianne: Ein Gesetz ist nicht allein deshalb schon schlecht, weil nur eine "Minderheit der Homosexuellen Paare" das überhaupt will.
Und nur weil die Heteros nicht mehr so hektische heiraten wollen, ist das noch lange kein Grund, dass Homosexuelle es erst gar nicht wollen sollen!
Ja, ich finde es auch schade, dass die "großen" und "wichtigen" Dinge darin nicht geregelt sind, aber ich weiss auch, dass die Konservativen im Bundesrat lieber Geld für alles Mögliche ausgeben als noch einen Gesetzesentwurf für Schwule und Lesbe mit zu stimmen. Aber das macht die Nummer doch nicht schlecht - im Gegenteil.
Anstatt das ganze Ding schlecht zu reden, kann man sowas auch anders machen und vielleicht herausheben, wie wichtig diese neuen Rechte für den einen oder die andere sind, die nach einer Hetero-Beziehung erkennen, dass sie eigentlich doch lieber im eigenen Lager forsten möchten. Und nur, weil das Ihnen persönlich zu wenige sind, ist das zum Glück kein Maßstab.

Sollen wir auch das Wahlrecht abschaffen, weil es nur so wenige nutzen?

Ich weiss noch, was ich für eine Diskussion mit einer sehr frauenbewegten Chefin hatte, als ich bei der Heirat aus diversen Gründen den Namen meines Mannes angenommen habe.
Sie rief mich in ihr Büro und hielt mir eine Standpauke über 30 Jahre Frauenpolitik, was Frauen wie sie mir allen ermöglicht haben und dass ich jetzt eine Verantwortung gegenüber meinen Mit-Frauen habe, die ich gefälligst durch die Wahl, oder aber zumindest das Voranstellen meines eignenen Geburtsnamens zurück zu zahlen habe.
Tolle Idee.
Ich habe ihr dann erklärt, dass ich sie und ihre Generation (die hat wirklich 30 Jahre Frauenpolitik hinter sich, ist in den 50ern) absolut bewundere, wenn man betrachtet, von wo die wie weit gekommen sind.
Aber sie haben nicht gekämpft, damit ich eine verbissene, lila Latzhosen tragende "Schwanz-Ab-Emanze" werde, sondern damit Frauen wie ich und Paare wie Mr. Lilli und ich die Wahl haben, was wir machen wollen. Darum ging es, auch wenn Alcie Schwarzer heute noch immer so auftritt, als sei sie im Besitz der einzig und allein alle Frauen seligmachenden Wahrheit.
Diese Frauen haben dafür gekämpft, das ich die Wahl habe, was ich machen will.

Und hier, Frau Marianne liegt die Parallele zu Ihrer Sichtweise der Gesetzgebung über die Lebenspartnerschaften. Es ist nicht so, dass jetzt gefälligst alle Lesben und Schwulen in die Standesämter zu latschen haben und sich hektisch verpartnern, sondern das alle Paare, die was wollen, auch die Chance bekommen, das zu tun.

Schade, dass Sie das nicht verstanden haben.

Ach ja - Lesben und Schwule können auch mit Dingen leben, die Ihnen nur "Pflichten und Verheißungen" aufgeben, und eigentlicht sollten wir als Gesellschaft so weit sein, dass wir das selber einsehen.