Lilli Marleen

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Dienstag, Juni 08, 2004
 
Offene Ganztagsgrundschule
Man kann ja über die NRW Landesregierung viele Dinge sagen, die nicht wirklich Komplimente sind. Die Studiengebühren zur Finanzierung des Landeshaushaltes zum Beispiel halte ich für den größten Mist seit den Ställen der... (wie hiess die noch wo der amre held immer die Stlle misten musste? Griechiche Mythologie und ich...)
Aber die Idee der offenen Ganztagsgrundschule hat ihren Charme.
Man stelle sich das einfach mal vor - da kommt Dein Kind in die Schule und Du hast keine Ahnung, wie du es nach der Schule betreuen sollst, denn wer ist schon ab 12.00 Uhr daheim und verdient genug Geld um davon zu leben?
Ich eher nicht.
Klar - es gibt Hortplätze, doch die sind so selten, wie Taxifahrer, die sich an alle Verkehrsregeln halten. Das mag auf dem Land nicht so das Riesenproblem darstellen (die Hortplätze, nicht die Taxifahrer), aber hier in Köln ist das mal locker eine Krise. Jetzt haben wir hier schon NRW weit die meisten Hortplätze, aber trotzdem ist die Zahl der Kinder ohne Hortplätze immernoch viel größer als die der mit.
Na super.
Was kriegen Städter auch kinder?
Nee, is klar!
Und Hortplätze sind im Unterhalt und in den Personalkosten schon heftig teuer. So eine Erzieherin kostet ne Menge Geld, auch wenn sie erbärmlich bezahlt wird (BAT Vc, die Leitungen sind dann schonmal Vb/IVb) und eine reicht da ja nun auch nicht.
Von all den anderen Fixkosten gar nicht zu reden.
Das Konzept sieht vor, dass die Grundschulen sich darum kümmern, dass ihre Kinder auch nachmittags betreut werden. Sei es von einer Erzieherin, sei es dass andere Ehrenamtliche sich da engagieren wollen.
Klar kann die Qualität der Betreuung da sinken, auch wenn längst nicht jeder Hort ein pädagogisches Konzept hat, das den Namen auch verdient, aber dafür habe ich die Zahl der betreuten um ein Vielfaches erhöht. Also eigentlich etwas Ur-sozialdemokratisches: Abbau von Eliten zu Gunsten einer breiteren Basis, auch wenn ein Qualitätsverlust nicht auszuschließen ist (was ich so pauschal aber auch nicht hinnehme).
Und - wer protestiert hier wie wild? Das pädagogische Personal das um seine Pfründe fürchtet. Da bekomme ich Mails und Briefe von sozialdemokratischen Erzieherinnen, die sich ganz locker und offen dazu bekennen, dass die Idee ja nicht direkt grottenschlecht ist, aber nur, solange es nicht ihre Einrichtung betrifft.
Sehen wir das doch mal sachlich - die meisten Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sind ihr Geld wert. Aber auch keinen Cent mehr.
Sie sind erbärmich ausgebildet, es gibt kaum Kontrollen und die meisten Eltern sind froh, wenn ihre Zwerge wenigstens irgendwie versorgt sind. Mutet es da nicht ein wenig doppelzüngig an, wenn diese Fachkräfte dann von pädagogischer Unterversorgung reden?
Ich jedenfalls freue mich, wenn Wondergirl alt genug ist, eine Grundschule auszusuchen, die an genau diesem Konzept teilnimmt.
Und ich freue mich auf jeden Parteitag, auf dem dies diskutiert wird...