Lilli Marleen

Lillis place for rants and musing about life, universe and the whole rest. Mostly left, mostly sarcastic, sometimes in german, sometimes in Lilli-english.

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As you might see soon, english is not my mothertongue. And since english speaking people are used to others stumble around in their language, I hope I don't make too much of an idiot of myself here. So - my deepest apologies adressed to the English Language for not worshipping her better.

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Samstag, Februar 21, 2004
 
Gelernt
Wenn ich so manche Diaries lese... naja, sagen wir mal, es gibt so ne und so ne .

Ich stelle mir immer vor, wie der Mensch hinter dem Diary wohl aussieht. Bei Blogs ist das schwieriger, die sind nich so persönlich, aber bei Diaries macht das immer besonders Spaß. Genauso, wie man schon beim Telefonieren oft hört, ob jemand eine "dicke" Stimme hat oder eine "dünne", meine ich auch vom Schreiber her zu "hören", ob eine Frau eher üppig oder nicht ist. So denke ich zum Beispiel, dass Frau Lyssa gerne Kleidergröße 38 trägt, aber nur über dem Arm, wenn sie mit einer dünnen Freundin einkaufen geht. (Wenn ich da jetzt falsch liege, steinigt sie mich).

Besonders, wenn ich solche Diaries lese, die sich einfach fürchterlich verzweifelt und einsam anhören, denke ich mir "Mein Gott, kann dem Mädel nicht mal einer sagen, dass sie sich erst mal selber mögen muss, bevor sie sich mit einem Kerl einlässt?" Natürlich denke ich das mit Kölner Akzent, damit es sich netter anhört, aber das macht jetzt so nix. Irgendwer muss ihr doch mal sagen, dass es keinen Sinn macht, sich ne schwachsinnige Serie anzusehen, in der so ein paar Geldschnepfen alles tun, um von ein paar Geldsäcken gevögelt zu werden und dabei möglichst nett auszusehen. Nur zum Spaß - okay, aber doch bitte keinen Sinn drin sehen!

Andere Blogger mag ich total gerne, allein schon, weil sie mich an jemanden erinnern. Während ich auch ne Menge Blogs nicht leiden kann, weil ich die Autoren für komplette Idioten halte. Aber darum ging es mir jetzt gar nicht.

Wohin ich eigentlich wollte, war der Gedanke, dass ich aus jeder Beziehung (sei es Liebesbeziehung oder auch nurr Freundschaft) mit einem Mann etwas gelernt habe. Und sei es nur das, dass ich hinterher besser wusste, was ich nicht will. Ich hab dann auch schonmal länger gebraucht, dafür, aber irgendwas hab ich immer gefunden, so dass die Zeit nicht ganz umsonst war. Ach ja - ich kann Leute wirklich nicht ausstehen, die davon Reden, in Liebesdingen Gefühle zu "investieren". Ich finde, Gefühle verschenkt man entweder, oder man lässt es direkt bleiben, weil alles andere ekelig ist.

Okay, also was habe ich denn so gelernt?

Von Rolf habe ich gelernt, dass ein Mann, den ich jeden Freitag aufs Neue anbaggern muss, geistig nicht gesund genug sein kann, um mit mir umzugehen.

Von Thomas habe ich gelernt, dass man Bierflaschen nicht mit den Zähnen aufmacht und von Markus, dass ich keinen Mann brauchen kann, der im Bad länger braucht, als ich und der sich mein Make-up ausleiht, ohne zu fragen.

Jürgen hat mir eindrucksvoll demonstriert, wie so ein Mann ist, der sich nicht von seiner Mutter lösen kann und will, sondern bis ans Ende aller Tage, alles mit seiner Mami vergleichen wird.

Nach Michael war mir klar, dass ich einen Mann, mit dem ich gerade "Schluss gemacht" habe, nicht Auto fahren lassen sollte; dass
es aber auch keine gute Idee ist, ihn in der Wohnung einzuschließen, damit er sich abregt. Noch schlechter ist aber die Idee, zu seinem besten Freund zu fahren und sich dort trösten zu lassen. *flööt*

Nach Peter wusste ich sicher, dass eine Flasche Wodka eine Flasche Wodka ist, auch wenn ich sie mit mehr Lemon trinke, als vorher und das es nie gesund sein kann, sie an einem Abend - an jedem Abend - zu trinken.
Nach Peter war mir auch klar, dass auch ein noch so cooler Mann, sein Leben einfach nicht auf die Reihe kriegen kann.

Manfred war der, der mir klargemacht hat, dass stille Wasser eben trüb und nicht still sind. Danke!

Rüdiger hat mir dabei geholfen, zu lernen "Nein!" zu sagen. Wie in "Nein, ich leihe Dir mein Auto nicht, damit Du in irgend so einer Dorfdisko irgendwelche Mädels anbaggerst, mit ihnen dann in meinem Auto Sex hast (Es war ein Käfer!!) und dann zu mir in meine Bar kommst um mich zum Feierabend ab zu holen.
Oder in "Nein" ich ziehe nicht aus, weil Deine neue Freundin einen festen Wohnsitz wegen ihrer Aufenthaltserlaubnis nachweisen muss."

Stephan hat mir nochmal klar gemacht, dass ich nicht mit jemandem zusammen sein kann, der sein Spiegelbild lieber hat, als mich. Dass ich nicht mit einem Selbstdarsteller leben kann, bei dem selbst das morgendliche Brötchenholen zu einer Abtenteuertour ausartet, gegen die alle Dschungel-Abenteuer nur strunzlangweilig sein können. Ich brauche meine Nachtruhe und kann es mir nicht leisten, dass ich jede Nacht gegen drei Uhr den Anruf kriege, der mich über das neueste Highlight in Kenntnis setzt.

Angela hat mir, genau wie Astrid, gezeigt, dass es nicht stimmt, was man so singt "Wenn es Dir gutgeht, hast Du Freunde, wenn es Dir schlecht geht, nicht mehr". Es geht auch anders herum. Es gibt Freunde, die sind für Dich da, solange es Dir schlecht geht; die waren für mich da, solange ich alleine war, unglücklich und auch oft einsam.
Als es mir aber dann besser ging und Mr. Lilli in meinem Leben aufgetaucht war und dann sogar auch noch Wondergirl, da konnten diese "Elends-Freundinnen" mit mir nix mehr anfangen, weil sie auch damit nicht leben konnten, dass ich mich besser fühle, als sie.

Gesamt gelernt habe ich, dass ich mehr verdient habe, als hier und da ein Krümelchen. Ich will den ganzen Kuchen und der steht mir verdammt nochmal zu!

Ach ja - die Namen habe ich natürlich geändert, damit niemand sich hier erkennt, oder vielleicht auch nicht?