Lilli Marleen

Lillis place for rants and musing about life, universe and the whole rest. Mostly left, mostly sarcastic, sometimes in german, sometimes in Lilli-english.

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As you might see soon, english is not my mothertongue. And since english speaking people are used to others stumble around in their language, I hope I don't make too much of an idiot of myself here. So - my deepest apologies adressed to the English Language for not worshipping her better.

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Mittwoch, Januar 21, 2004
 
Das muss Liebe sein

Ich geb's ja zu - ich bin total romantisch, so eigentlich. Und wenn ich Leute sehe, die sich so richtig volle Tüte verlieben, dann wird mir immer ganz anders. Ich heul auch bei Filmen immer mit, wenn sie sich endlich kriegen.

Mitte der Neunziger war ich ziemlich viel bei Compuserve unterwegs und habe da einen Engländer kennengelernt. An sich ja kein Verbrechen, oder? Naja... wie es schon so vielen gegangen ist, habe ich mich natürlich auch ganz flocking ziemlich heftig in ihn verknallt. Chris nannte er sich und war ein Arschloch.
Wusste ich nur damals nicht.
Eine Woche nach meinem Geburtstag wollte ich ihn in London besuchen. Ich hatte kein Hotelzimmer gebucht (flöt), aber einen Flug.

In einem Anfall von kurzfristiger Geistesgegenwart bat ich aber jemand anders, den ich (online) bei Compuserve kannte, darum, zu einer vereinbarten Zeit mit mir Kontakt aufzunehmen und sicher zu stellen, dass ich nicht zu einem total niedlichen, knuffigen Axtmörder gefahren bin.

Dieser jemand anders, nennen wir ihn mal Lionel, lebte mit seiner Familie und seinen Kindern in der Nähe Londons und war gerne bereit, mir da zur Seite zu stehen. Wir planten locker ein Treffen in London und er erzählte mir, dass auch ein Mädelaus den USA zur gleichen Zeit wie ich in der Nähe sein würde, die auch in London einen Mann treffen wollte, den sie da kennengelernt hat.

Prima. Also eigentlich war ich doch gut vorbereitet, oder? Ich hatte an alles Mögliche gedacht und auch Kondome eingepackt, man weiss ja nie...

Das Problem war nur, dass der gute Chris kalte Füße bekam, sich bei mir nicht meldete und erst drei Tage vor meinem geplanten Reisetermin den Mut fasste, mir eine Mail zu schicken, in der er sich entschuldigte, aber er hätte das Gefühl, er habe die Sache vielleicht ein bisschen überstürzt.

Was für ein Idiot! Ich wollte ihn nicht wirklich an diesem Wochenende heiraten oder sowas. Meine Rachephantasien hätten den Foltermethoden des Mittelalters wahrscheinlich noch bisher ungeahnte Nuancen hinzugef?gt.

Tja, da sass ich dann mit meinem scheiss-teuren Ticket (Billig Flieger gab es damals noch nicht) und meiner Stinkwut im Bauch auf dieses doofe Weichei.

Einen Tag später habe ich mich dann bei Lionel ein wenig ausgetobt und -geweint.
Lionel blieb cool, hat mich beruhigt und meinte dann ganz locker, dass es ja doof w?re, den Flug verfallen zu lassen, also solle ich gef?lligst zu ihnen kommen. Er würde schon ein Eckchen finden, wo ich schlafen konnte.

Als ich dann am Flughafen ankam, stand dabei noch eine Frau. Das Mädel aus den USA, die sich auch mit einem Mann da getroffen hatte, war von ihm auf das Mieseste versetzt worden und Lionel hatte auch sie spontan eingeladen, doch zu ihm zu kommen, hatte sich in sein Auto gesetzt und sie nach ein paar Stunden Fahrt in irgendso einem Kaff eingesammelt.

Ein paar jahre später hat Lionel sich an Heilig Abend Nachts um eins in sein Auto gesetzt um mich nach zwei Stunden Fahrt auf einem Bahnhof aufzulesen, von dem ich nicht weiter kam, nachdem ich eine wahre Odyssee hinter mir hatte, weil die Bahn mir ein Ticket für eine Fähre verkauft hat, die nicht fuhr (poste ich die Tage mal).

Warum erzähle ich das eigentlich?

Naja... eben dieser Lionel hat seine große Liebe kennengelernt.
Nur - er wohnt in England und sie in den USA.
Sie wollen heiraten, nur weil die USA sich bei sowas gern ein wenig anstellen, kostet das ein paar Tausend Dollar für Anwälte und all so'n Kram. Vom Umzug und solchen Sachen will ich mal gar nicht reden.
Und ich finde, die Frau, die diesen Mann wirklich haben will und die Frau, die ihn dazu bringt, so von ihr zu schwärmen, wie Lionel das macht, diese Frau hat ihn echt verdient.

Naja, und da dachte ich mir, dass vielleicht auch der ein oder andere von Euch den ein oder anderen Euro übrig hat und vielleicht spenden möchte, darum rufe ich das Projekt "Send Lionel to Shell" ins Leben.

Okay, seine politische Einstellung ist krank und er ist da auch nicht wirklich auf meiner Linie, aber trotzdem ist er wirklich ein absolut lieber und klasse Kerl, dem ich seine Liebe wirklich gönne.

Und wie kann ich ihm am besten helfen, als für ihn zu betteln?

Also, wer sich angesprochen fühlt und spenden will, bitte geht hierhin.

Wenn Ihr Spenden scheisse findet oder es Euch nicht leisten könnt/ wollt, dann seid doch so lieb und bloggt vielleicht selber über die Geschichte und linkt hierher, um vielleicht den ein oder anderen Spender zu Lionels und shells Weblog und der "Sammeldose" zu lotsen.

Wenn Ihr das auch scheisse findet, dann drückt uns einfach die Daumen, dass wir es auch so schaffen.

Ich überlege mir noch, was ich den Spendern als Dankeschön anbieten kann. Vielleicht ne Woche lang jeden Morgen eine Sonette von Shakespeare zum Wachwerden per Mail? Oder eine ultimative Lobhudelei über das Weblog des Spenders? Oder ein paar tolle Restaurant-Tipps in Köln? Mal sehen, vielleicht fällt mir da auch noch mehr ein.